Ali Bajo und Sabrina

Hallo! 
Auch ich möchte hier meine Eindrücke vom Training bei Nicole und Daniel schildern. Mein Name ist Sabrina und meine vierbeinigen Begleiter sind Ali, ein 8 Jahre alter Dobermann-Mix und Bajo, ein fast 2jähriger Dogo Canario. Wir wohnen in Leipzig.

Ali kam 2005 aus dem Tierheim zu mir, ich nahm seine Erziehung selbst in die Hand und hatte nie den Eindruck, dass ich Probleme mit ihm hätte. Klar gab es die ein oder andere Baustelle, aber damit konnten wir immer leben. Ende 2009 kam Bajo zu uns. 12 Monate alt, kaum erzogen. Ich dachte mir: „Das krieg ich hin!“ und begann also, auch Bajo zu erziehen. Recht schnell hatte er Dinge wie Sitz und Platz verstanden und konnte den ein oder anderen Trick.

Aber nach ca. 3 Monaten fingen beide Hunde plötzlich an, fremde Hunde an der Leine anzupöbeln. Zunächst nur manche oder in bestimmten Situationen, das steigerte sich letztlich soweit, dass auch Hunde aus 10-20 Metern Entfernung angepöbelt wurden. Bei insgesamt 80kg Hund, die sich in die Leine hängen und bellen wie verrückt ist das ganze nicht wirklich einfach. Die Angst saß mir schon beim Anfang jeden Gassiganges im Nacken. Kommt wieder ein anderer Hund? Wie werden sie sich verhalten?

Ich versuchte zunächst einige Dinge im Alleingang, allerdings half nichts. Dann begann ich, Trainer aufzusuchen. Auch hier gab es viele Tipps, wie Ignorieren, Ablenken, Absitzen lassen, Bögen laufen... alles. Aber nichts funktionierte oder war umsetzbar. Etliche Euro gab ich für Trainer aus, aber niemand konnte mir wirklich helfen.

Irgendwann begann ich mich so zu verspannen, wenn ich irgendwo einen anderen Hund sah und einfach nur die Leinen festhielt und hoffte, dass der andere nur schnell vorbei geht.

Dazu kam, dass ich Bajo nicht von der Leine lassen konnte, weil er bei anderen Hunden nicht abrufbar war, sondern einfach dort hin raste und die Hunde ab und an überrannte. Jeder Spaziergang war Stress pur, für mich und die Hunde.

Abends chattete ich regelmäßig mit einer Freundin aus Köln, die bei Daniel und Nicole im Training war. Sie riet mir, es doch einfach mal zu versuchen und ein Paar Stunden auszumachen.

Ich war skeptisch, immerhin waren es 500 Kilometer zu fahren – für einen Trainer, der eventuell wieder nichts bringen sollte? Ich überlegte hin und her und beschloss, es letztlich doch zu versuchen.

Schnell war ein Termin ausgemacht und so fuhr ich mit etwas flauem Gefühl im Magen nach Rommerskirchen. Dieses flaue Gefühl war allerdings keinesfalls begründet. Ich wurde nach 6 Stunden Autofahrt sehr herzlich empfangen und das erste Training konnte beginnen.

Ich war anfangs skeptisch und dann erstaunt, wie schnell und einfach meine Hunde Daniel folgten – ohne dass er ihnen weh tat oder ihnen sonst wie schadete. Alles, was mir erzählt wurde, erschien mir total klar und logisch und ich sah, dass es funktionierte. Schon nach ca. 30 Minuten waren meine Hunde, trotz Anwesenheit von fremden Hunden, entspannt. Ich erkannte meine Hunde kaum wieder. Nach 1,5 Stunden Training fuhr ich mit vielen neuen Fakten im Kopf und vielen Dingen, über die ich nachdenken musste.

Schon am nächsten Morgen waren erste Erfolge sichtbar und wir konnten 2 fremde Hunde ohne Terror an der Leine passieren. Danach ging es auf ein Sommerfest wo um die 100 Hunde anwesend waren – und ich konnte es wieder kaum glauben – meine beiden waren tatsächlich entspannt.

Auch bei der zweiten Stunde im Freilaufgebiet war ich immernoch am Zweifeln, ob das wirklich meine Hunde waren. Sonst immer 30 – 40m vor mir, immer nach Action suchen und mich komplett ignorieren war vorher die Regel. Und in der Trainingsstunde liefen die beiden brav in einem 3m-Umkreis, achteten auf mich und folgen anstandslos als wir auf andere Hunde trafen. Kein Hinstürmen – nichts.

Und auch jetzt wieder zuhause im fernen Leipzig ist alles viel besser. Wir sind alle 3 viel entspannter beim Gassi gehen. Meine beiden achten auf mich, und ich gehe ganz anders Gassi. Ohne ständig Angst zu haben, einen anderen Hund zu treffen. Ohne ständiges an der Leine ziehen. Ohne wütend zu werden, weil die Hunde wieder Mist machen. Ich bin so entspannt, wie schon lange nicht mehr beim Spazierengehen. Wir kommen ohne Terror an der Leine an anderen Hunden vorbei, im Freilauf achten die beiden auf mich und ich bin rundum glücklich. Natürlich gibt es ab und an noch „Aussetzer“, aber daran bin ich selbst schuld, weil ich zu langsam oder zu unkonzentriert war. Aber auch das kann ich mittlerweile sehr entspannt hinnehmen, ohne wütend zu werden. Es kann ja nicht immer alles klappen ;)

Ich kann nur sagen: Das Training bei Daniel und Nicole hat sich definitiv gelohnt! Auch die weite Anreise habe ich gerne dafür in Kauf genommen. Ich hätte nie gedacht, dass so entspanntes Spazierengehen möglich ist – nicht, nachdem ich schon bei so vielen Trainern war, die mir alle nicht helfen konnten. Ich habe außerdem eine andere Einstellung meinen Hunden gegenüber, ich lerne sie besser zu lesen und darauf entsprechend zu reagieren.

Ich kann nur sagen:

DANKE!

Liebe Grüße von Sabrina, Ali und Bajo

Erstellt am von Sabrina