Corinna, Thorsten und Cuba

OD058 wurde am 01.10.08 in Borsdorf bei Leipzig zusammen mit 10 Geschwistern geboren.


Im Alter von vier Wochen haben wir sie aus einem Knäuel von insgesamt 17 Welpen ausgewählt (einige Tage nach dem 01.10. kam noch ein zweiter Wurf unangemeldet dazu)
und am 15.12. durften wir sie dann abholen und mit nach Hause nehmen.

 

An diesem Tag bekam sie ein kleines grünes Katzenhalsband um und war von da an Cuba Libre, kurz Cuba.
Die ersten Tage im neuen zu Hause mit zwei Katzenhalsbandträgern namens Sherry und Tequila gestalteten sich etwas schwierig, da Cuba meinte, ihre Geschwister vor sich zu haben.
Ausgefahrene Krallen und fieses Fauchen hielten sie aber nicht davon ab, die Katzen in die Enge zu treiben, um sich mit der Nase die Krallenhiebe einzufangen. Da wussten wir, dass wir uns eine kleine Draufgängerin ausgesucht hatten. Draußen war ihr Verhalten nicht besser: jeder Welpe schmeißt sich bei Gefahr auf den Rücken oder zieht die Rute ein: Cuba war das genaue Gegenteil. Cuba trat die Flucht nach vorne an: mit Ihren scharfen Welpenzähnen tackerte sie Hundeohren und –lefzen, ritzte ihre Initialien in Hundepobacken und –hälse. Es wurde höchste Zeit für die Hundeschule!!!


Auf früheren Spaziergängen mit dem Malteserrüden meiner Schwester hatten wir schon mal ein Kärtchen von Nicole und Susanne bekommen. Ende Januar ging es dann endlich los. Sitz, Platz, Peng und Pfötchen geben waren schon bekannt. Jetzt hieß es der quirligen Cuba auch Gehorsam beizubringen.

Das war nicht nach ihrem Geschmack: sie bibberte sich im Schnee den kleinen undehintern ab, zitterte wie Espenlaub, aber wir hatten kein Erbarmen: sitzen und bleiben war die Devise. Und Cuba blieb (für kurze Zeit). Fein gemacht. Doch dafür sprang sie nicht mehr in ihre Box im Kofferraum. Jeder Trick, sie in die Box zu locken, funktionierte genau ein Mal, danach hatte Cuba keine Lust mehr. Dank einer kleinen Übung mit Nicole, war das Problem schnell gelöst und Cuba sprang wieder ohne Murren in die Box.

Und ganz wichtig: die Belohnung kommt erst, wenn sie wirklich drinsitzt und drinnen bleibt!!! Seitdem bekommen wir von ihr dann noch bei jeder Fahrt eine kleine Gesangseinlage hinter Gittern. Sehr musikalisch die junge Dame. Nun saß sie also in der Box und musizierte, dafür hatte sie das längere Bleiben in der Freiablage wieder eingestellt. So kommt es immer mal wieder vor, dass Cuba ihren guten Gehorsam vergisst und in alte Verhaltensmuster zurückfällt. Dann heißt es Üben, Üben, Üben. In der Sommerpause hatten wir mehr als sechs Wochen Zeit dazu: Cuba war läufig, so dass wir uns nur in der Dämmerung hinaustrauen konnten und uns vor anderen Hunden in Büschen verstecken mussten. Aber danach ging sie bei Fuß, man konnte sie im Wald ablegen und (ohne Zwischenstopp) aus einiger Entfernung abrufen, sie blieb, wo man sie hingelegt hatte.
 

Nicole und Susanne waren nach der Sommerpause ganz begeistert und lobten das „Rehlein“ in höchsten Tönen. Cuba blieb also, dafür konnte sie mit dem neuen Ende der Hundeschulstunde nichts mehr anfangen: mit den Mitschülern nach erfolgreicher Stunde spielen? Ging nicht mehr. Verlernt!!!

Egal. Weiter gings. Als nächsten Trainingsschritt lernte Cuba dann in einer Einzelstunde das „bei mir“. Durch „bei mir“ konnten wir nun verhindern, dass Cuba z.B. fremde (oder bekannte) Personen ansprang. Sie soll sich dazu an uns (bzw. unserem hinteren rechten Oberschenkel), orientieren, egal, ob sie Angst hat und stiften gehen möchte oder ob sie vorpreschen will. Naja. Jetzt kriegen wir also das Anspringen in den Griff, aber wie soll es auch anders sein: Cuba ablegen? Können wir vergessen. Man legt sie ab, dreht sich um und hat sie am Oberschenkel kleben. Und das alles mit aufgesetztem Dackelblick. Aber wir bleiben dran und machen weiter. Wir sind da nämlich so ehrgeizig wie Cuba dickköpfig ist. Also dann bis nächsten Sonntag….

Corinna, Thorsten und Cuba

PS: Tequila und Sherry geht es gut: mit Tequila teilt sich Cuba zwischenzeitlich das Körbchen.

Erstellt am von Corinna