Nixe

Unsere kleine Nixe ist der absolute Wunschhund. Jahrzehnte lang haben meine Frau und ich darauf gewartet, einen eigenen Hund zu bekommen. Wir wussten nur: Er soll sowohl jagdlich brauchbar sein, als auch in der Stadt leben können.

Durch Zufall haben wir bei einer Jagd einen kleinen Parson Russel Terrier getroffen, der hervorragend und hoch motiviert gearbeitet hat. Das Hundeformat war perfekt (8 Kilo) und die Besitzer haben uns erzählt, dass dieser Hund nicht nach den klassischen Methoden der Jagdhundeausbildung erzogen worden ist. Und genau das wollten wir auch. Nach ausgiebiger Suche hatten wir sogar einen sehr guten Züchter („von Wallmichrath“) gefunden und die Chemie hat absolut gestimmt. Unsere kleine Nixe ist dann im zarten Alter von 13 Wochen gechipt, geimpft und fertig für ihr neues Leben bei uns eingezogen.
Doch dann ist unweigerlich die Frage aufgetaucht, wann denn die jagdliche Ausbildung beginnen soll. Ein ordentlicher Jagdhund muss offiziell geprüft sein.
Nun war es höchste Zeit, die Basisausbildung im Frühjahr 2010 zu starten und sich in einem Jagdgebrauchshundeverein für die herbstliche Brauchbarkeitsprüfung (BP) anzumelden.
Die Themen sind Leinenführigkeit, Gehorsam, Schussfestigkeit, Wild suchen und bringen.
Im Prinzip haben wir alles gemeistert, leider wurde bei der Durchführung der Schußfestigkeit wohl von den Experten alles falsch gemacht. Über eine anfängliche Schußempfindlichkeit landeten wir bei handfestem Stress mit Hecheln, Zittern und Flucht.  Somit war dann erst einmal eine Prüfung in 2010 unmöglich geworden.
Durch Zufall gab es den Tipp von einem befreundeten Jäger, der mit seinem Junghund zu Nicole in die Welpenschule ging und so sind wir zu Nicole gekommen.
Auch mit Hilfe vom Leitwolf-Team konnte auf die Schnelle dafür keine Abhilfe geschaffen werden. Darum wurden individuelle Trainings bis Frühjahr 2011 mit Nicole durchgeführt.  Einerseits arbeiteten wir geschleppte Wildfährten und anschließendem Apportieren durch, andererseits mit dem Leitwolf-Team das kontrollierte Schusstraining.
Als Vorbereitung auf die BP im Herbst meldeten wir uns im Jagdgebrauchshundeverein Düsseldorf Stadt und Land e.V. zu einem Hundeführerkursus an. Da Nixe durch den bereits bestehenden Ausbildungsstand alle erforderlichen Leistungen erbringen konnte, hatten wir keine Probleme, der Ausbildung zu folgen.  Wir konnten uns auf die „Knallerei“ konzentrieren.  Kein Problem, da einmal pro Woche mit Nicole geübt wurde.
Es ergab sich zwei Wochen vor der Prüfung noch einmal eine bange Frage:
Lässt sich Nixe 30 bis 40 Meter zur Suche wegschicken, denn dabei gibt es von ca. 10 Schützen jeweils 2 Schrotschüsse!  Sucht Nixe weiter oder flüchtet sie? Wird es klappen, mit all den Hinweisen von Nicole?
Am 24. September kam die Prüfung,  und, es hat geklappt !
Dank einerseits an die Ausbilder und Prüfer, die am Prüfungstag viel Hilfe und Beistand gaben. Andererseits an Leitwolf,  wegen der hundefreundlichen Methode, mit der Nixe ohne Nebenwirkungen und ohne Störungen zu einem gut motivierten Jagdhund wurde !
Informationen zur „Methode“ Leitwolf gibt es auf der WEB-Seite http://www.derleitwolf.de
Wir brauchen kein Teletakt und keine Koralle und Nixe geht nicht alleine auf Jagd und vergreift sich nicht selber an der Beute.  So hat es zwar insgesamt lange gedauert, doch das Ergebnis gibt uns ein sehr, sehr gutes Gefühl.  Man kann allen zukünftigen jungen Jagdhunden nur wünschen,  auch mit hundischen Methoden ausgebildet zu werden.

Erstellt am 02/01/2012 von