Zorro, Manuela und Michael

Zorro und seine vier Brüder erblickten am 13. Dezember 2003 das Licht der Welt. Gemeinsam mit seinen vier Brüdern wurde Zorro als Welpen an seinen neuen Besitzer, ein Herr im Alter von 66 Jahren, übergeben.

Wie uns berichtet wurde, wurde der alte Herr krank und die fünf Huskys verbrachten die meiste Zeit vernachlässigt in ihrem Zwinger. Als der Mann Ende Januar 2008 verstarb, beauftragten die Hinterbliebenen die Nothilfe Polarhunde Nord e.V. mit der Vermittlung der Fünf.

Am 2. Februar 2008 gaben wir Zorro nach nur einer Nacht in der Auffangstation ein neues Zuhause, obwohl wir keinerlei Erfahrung mit dem Führen von Hunden, geschweige eines Huskys, hatten.

Wir merkten sehr schnell, dass Zorro in allen Belangen ein noch recht unbeschriebenes Blatt Papier gewesen war. Er reagierte weder auf seinen Namen, noch auf irgendwelche Kommandos. Auch war er in der Rangfolge offensichtlich auf einen der letzten Plätze anzufinden, da er zum Zeitpunkt der Übernahme wenig Selbstvertrauen zeigte.

Zorro stellte schnell fest, dass er es gut bei uns hatte und wir keine Ahnung vom Umgang mit Hunden hatten. Sein Selbstvertrauen stieg von Woche zu Woche an und bei den Sparziergängen wusste er, dass wir im treu folgen werden. Auch den Freilauf an der Schleppleine absolvierte er sehr zufriedenstellend. Er lief vorne weg und wir hinterher. Da muss es ein Hund doch gut haben. Nach etwa vier Wochen meinten wir, es ist Zeit den Karabinerhaken zu lösen und Zorro einen Leinenfreien Auslauf zu gönnen. Als Zorro sich zum wiederholten Mal von uns verabschiedete und lieber anderen Hunden hinterherlief um mit ihnen zu spielen, wussten wir, wir brauchen professionelle Hilfe wenn wir ihm nicht ständig hinterher laufen wollten um ihn einzufangen.

Also schlugen wir unser Google auf und suchten nach einer Hundeschule in der Nähe unseres Wohnsitzes in Velbert Langenhorst.
Das erste Telefonat mit Frau Nicole Hammel überraschte. Ausführlich schilderte sie bereits am Telefon über die Trainingsmethoden, die sie gemeinsam mit ihrer Kollegin, Frau Susanne Zander, praktiziert. Bei einem Besuchstermin bei uns Zuhause, lernten wir uns persönlich kennen und haben uns ausführlich über unsere Wünsche für das bevorstehende Training  unterhalten.

Wir erinnern uns noch gerne an die ersten Trainingsstunden. Eigentlich nahm ich an, dass wir an dem fehlenden Gehorsam unseres Huskys Zorro arbeiten würden. Aber weit gefehlt. Es war deprimierend, denn die beiden Damen haben erst bei uns mit dem Konditionieren angefangen. Freundlich, aber bestimmt wurden wir auf unser Fehlverhalten aufmerksam gemacht und lernten unseren Hund besser zu verstehen. Erste Lernerfolge bei Hund, Frauchen und Herrchen waren schnell verzeichnet.

Heute können wir mit Stolz sagen, dass sich unser Zorro prächtig entwickelt hat. Wir können mit Zorro ohne Leine durch den Wald spazieren. Natürlich startet er immer noch durch, wenn er einen anderen Hund sieht, den er kennenlernen oder mit ihm spielen will. Er ist halt ein Husky. Aber die Zeiten, wo wir unseren Hund einfangen müssen, sind vorbei.

Was anfänglich auf Verdacht begann, entwickelte sich zur richtigen Entscheidung. Wir freuen uns nach wie vor, uns am Sonntag mit anderen Hundebesitzern zu treffen um das Erlernte zu vertiefen und Neues von Nicole und Susanne vermittelt zu bekommen.

Macht weiter so.

Viele Grüße

Manuela und Michael

Erstellt am von Manuela und Michael