Für Ihr Hundetraining: Aggressionsverhalten verstehen

Aggressionsverhalten ist Lebensbestandteil jeder Kreatur.

"Aggressionen dienen vornehmlich zur präventiven Konfliktvermeidung und zum Lernen, wer welchen Handlungsspielraum hat und wer wem gegenüber tendenziell dominant ist." Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Zur besseren Verständigung und zwecks sozialer Bindung oder Distanzierung bedienen sich Hunde eines über Körpersignale vermittelten Ausdrucksverhaltens.

Dazu gehören:

Beschwichtigungssignale bzw. Beruhigungssignale
Drohsignale
Abbruchsignale
Versöhnungssignale

Das heißt:
Hunde lecken sich gegenseitig die Schnauze, stupsen in Nase oder Fell, überprüfen die Analregion, umkreisen sich und starten einen Aufforderungslauf oder verstellen sich gegenseitig den Weg, fixieren, kneifen, drängeln, kontrollieren Bewegungsabläufe, oder drücken ihr Gegenüber zur Durchsetzung persönlicher Freiräume auf den Boden. Alle diese Körpersignale dienen dem Zweck, möglichst unversehrt zu bleiben und ungeschoren davon zu kommen, wenn es einmal eng wird.

Drohsignale

Wichtig für uns Hundebesitzer ist, diese Signale immer im Zusammenhang mit dem momentanen Umfeld und mit allen anderen in dieser Situation vom Hund gezeigten Signale zu sehen, um das gezeigte Verhalten objektiv beurteilen zu können. Drohsignale sind nicht pauschal mit Aggressionen gleichzusetzen und sind deshalb auch grundsätzlich nicht negativ zu bewerten.

Denn ohne Drohen und Nachgeben kein Verständnis und ohne Verständnis keine realistische Kommunikation. Ohne diese Kommunikation lassen sich keine Emotionen vermitteln, bzw. eine Erregung oder stimmungsbedinger Zustand, somit ist ein Weg für überdeutliche Reaktionen geebnet.

Man unterscheidet zwischen Reizauslöser und erlerntem Verhalten (vielleicht bedingt durch reizauslösende Handlungen oder Situationen). Der Mensch muss erkennen, wann ein Hund ein Freund ist und wann er reizbedingten Handlungskreisen unterliegt, d.h. wann er sich als Hund oder als Beutegreifer zeigt.